Sport kennt kein Alter!

50plus:
Sport kennt kein Alter!

Bewegung hält Körper, Geist und Seele fit. Sport ist deshalb in jedem Alter wichtig – und gerade ab 50plus das perfekte Anti-Aging-Mittel! Doch es gar nicht so leicht, die passende Sportart zu finden, gerade wenn man vielleicht schon länger nicht mehr aktiv war. Wir stellen deshalb die besten Sportarten für Menschen über 50 Jahre vor. Da ist wirklich für jeden etwas dabei!

In jungen Jahren konnten wir noch Bäume ausreißen – und jetzt bringen uns schon ein paar Treppenstufen ordentlich aus der Puste. Das ist völlig normal, denn die Kondition lässt mit zunehmendem Alter nach. Doch sollten Best Ager gerade jetzt etwas dagegen tun! Bewegung hält fit und ist deshalb gerade ab 50 Jahren besonders wichtig.

Sport ist Lebensqualität

Viele Menschen wissen gar nicht, dass Sport einen großen Einfluss auf ihre Lebensqualität hat. Es spielt keine Rolle, ob man immer schon eine Sportskanone war oder erst später mit dem Training begonnen hat. Unser Körper wird sich für regelmäßigen Sport bei uns bedanken.

Körperliche Aktivität bedeutet nicht nur Schweiß, harte Anstrengung und Disziplin, sondern vor allem auch jede Menge Spaß! Sport eignet sich zur Prävention und Stressreduzierung. Zudem lassen sich dabei ganz leicht soziale Kontakte knüpfen.

Warum tut Sport ab 50 besonders gut?

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Im Alter nehmen unsere Fettreserven immer weiter zu. Ob wir wollen oder nicht. Gleichzeitig verliert der Körper wertvolle Muskelmasse. Zudem nehmen Koordination, Ausdauer und Beweglichkeit ab. Nach einer Verletzung braucht unser Körper deutlich länger, um sich zu erholen. Auch die Erholungspausen nach anstrengenden Aktivitäten fallen immer länger aus.

Der Rückgang der Muskulatur führt zu einer Reihe von Risiken. Menschen ab 50, die sich nicht sportlich betätigen, stürzen beispielsweise häufiger. Und sie verlieren deutlich an Mobilität, was im Alltag ganz schön einschränkend sein kann. Außerdem verändert sich der Hormonhaushalt. Durch Sport können wir die Menopause zwar nicht verschieben, deren Symptome lassen sich aber durch ausreichende Bewegung günstig beeinflussen. So werden beispielsweise Hitzewallungen weniger und wir sind viel ausgeglichener.

Sport bringt die grauen Zellen auf Trab

Sportlich aktive Menschen erhalten sich Lernfähigkeit und geistige Flexibilität. Denn Bewegung schult das Hirn. Deshalb sind mit zunehmendem Alter auch Sportarten gut, die nicht zu eintönig sind. Abgesehen vom positiven Effekt auf verschiedene Alterserscheinungen und dem Spaß, den der Sport macht, können wir durch Bewegung auch vielen Krankheiten vorbeugen, beispielsweise Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Problemen und sogar einigen Krebskrankheiten.

Sport ist absolut angesagt: Schätzungen zufolge treiben rund 11 Millionen Menschen in Deutschland mehrmals pro Woche Sport. Die Motivationen sind unterschiedlich: Während die einen Sportler ihre Leistung verbessern möchten, wollen die anderen die Diät durch sportliche Betätigung unterstützen oder erfreuen sich am Spaßfaktor Bewegung. Die meisten Menschen möchten jedoch durch den Sport einen Ausgleich zum Alltag schaffen.

Welcher Sport ist der richtige für mich?

Es gibt nahezu unendlich viele Sportarten. Wichtig ist, dass wir für uns den perfekt passenden Sport finden. Er soll uns glücklich machen und erfüllen, damit wir das Training nicht als Belastung oder Verpflichtung empfinden. Der innere Schweinehund ist bei vielen Menschen ziemlich stark. Nur wenige sind so diszipliniert, dass sie sich regelmäßig zu einer Aktivität aufraffen können, die ihnen keinen Spaß macht. Also lieber gleich eine Sportart finden, die viel Freude bereitet und zu der wir uns nicht hinschleppen müssen.

Welcher Sport der richtige ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wir sollten uns zunächst folgende Fragen stellen:

  • Wie lange habe ich schon keinen Sport mehr gemacht?
  • Wie ist meine körperliche Verfassung?
  • Welche Einschränkungen, Verletzungen oder Krankheiten habe ich?
  • Bin ich eher ein Einzelkämpfer oder Teamplayer?
  • Möchte ich Sport an der frischen Luft oder lieber in einer Halle oder in einem Studio machen?
  • Bevorzuge ich Sport im Wasser oder habe ich lieber festen Boden unter den Füßen?

Eine allgemeingültige Empfehlung für eine bestimmte Sportart lässt sich also nicht geben. Es gibt jedoch eine Reihe von Sport- und Trainingsarten, die besonders schonend sind.

Diese Sportarten eignen sich für Best Ager:

1. Schwimmen

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Schwimmen gegen Stress

Schwimmen vereint fast alle Vorteile, die man sich von einem Ausdauertraining wünschen kann. Schwimmen fördert die Durchblutung des ganzen Körpers und bringt so Herz und Kreislauf in Schwung. Alle großen Muskelgruppen werden gleichmäßig gekräftigt. Die Auftriebskraft des Wassers entlastet Wirbelsäule, Gelenke und Bänder. Schwimmen verbraucht viele Kalorien und kann deshalb beim Abnehmen oder Halten des Körpergewichts helfen. Eine Stunde Brustschwimmen verbrennt rund 530 Kilokalorien. Wer ebenso lange zügig krault, setzt sogar bis zu 900 Kilokalorien um. Das Wasser massiert den ganzen Körper und löst – besonders beim Rückenschwimmen – Verspannungen der Hals-, Schulter- und Rückenmuskulatur. Regelmäßiges Schwimmen kann beim Abbau von Stresshormonen helfen und das seelische Gleichgewicht wieder herstellen.

2. Aquagymnastik

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Aquagymnastik für eine geschmeidige Muskulatur

Bei der Aquagymnastik werden klassische Fitnessübungen gegen den Wasserwiderstand durchgeführt. Im Wasser werden die Gelenke stark entlastet und die Verletzungsgefahr ist sehr gering. Dennoch werden durch den Wasserwiderstand die Ausdauer gesteigert sowie Kraft und Beweglichkeit gefördert. Die Aquagymnastik eignet sich übrigens auch gut zum Abnehmen, da durch die hohe Muskelbeanspruchung sehr viele Kalorien verbraucht und durch den Wasserwiderstand die Haut und das Gewebe massiert werden.

3. Yoga

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Mit Yoga stärkst du deine innere Kraft

Mit Yoga bekommen wir mehr Energie und mehr Lebensfreude. Die Übungen steigern die Vitalität, verbessern die Konzentration und tragen dazu bei, gelassener zu werden. Yoga stabilisiert die Herzfunktion, kräftigt den Körper und stärkt das Immunsystem. Zudem hilft Yoga bei Schlafstörungen und unterstützt die Verdauung.

Tipp: Hier geht es zu unseren YogaPilates-Übungen für einen gesunden Beckenboden. Mit den Übungen lässt sich auch die Beckenbodenmuskulatur kräftigen, was einer schwachen Blase entgegenwirkt.

4. Nordic Walking

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Nordic Walking: Allround-Workout Nr. 1

Nordic Walking regt die Durchblutung an und stärkt somit das Gefäßsystem. Das Herz arbeitet im Laufe der Zeit einfach besser, so dass ein allgemeines Wohlbefinden einsetzt. Außerdem stärkt Nordic Walking die Muskulatur des Rückens, der Schultern, der Beine und des Gesäßes. Aufgrund der vermehrten Inanspruchnahme der Muskulatur werden auch mehr Kilokalorien verbrannt. Daraus ergibt sich über die Zeit ein Muskelaufbau, wodurch sich der Grundumsatz erhöht und mehr Kilokalorien verbrannt werden. Da Nordic Walking an der frischen Luft durchgeführt wird, wird dadurch auch das Immunsystem gestärkt.

5. Fahrradfahren

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Radfahren für Beine und Po

Radfahren hält fit! Bei einer einstündigen Fahrt mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 25 km/h verbraucht unser Körper satte 500 Kalorien. Besonders die Beine und der Po freuen sich über das Training, aber auch das allgemeine Wohlbefinden des Körpers und die Ausdauer werden durchs Radfahren gesteigert. Wer täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, kann sich das übrige Sportprogramm fast schon sparen.

Tipp für lange Strecken: Immer mehr Menschen kaufen sich ein e-Bike. Kein Wunder, denn die praktischen Fahrräder mit Elektromotor haben eine ganze Reihe von Vorteilen: Steigungen und Berge lassen sich mühelos überwinden und lange Distanzen locker zurücklegen. Zudem ist das e-Bike ein idealer Fitnesstrainer, denn Puls, Herz-Kreislauf, Muskeln und Gelenke werden immer im optimalen Bereich trainiert. Nicht zuletzt macht e-Bike-fahren auch richtig Spaß! Deshalb fahren e-Biker auch mehr Rad, als normale Radbesitzer.

6. Tanzen

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Tanz dich fit

Tanzen ist Ganzkörpertraining. Wer regelmäßig Tanzen geht, idealerweise wenigstens ein bis zwei Mal in der Woche und mit einem Partner, stärkt seine Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit. Zudem läuft das Gehirn auf Hochtouren. Schließlich müssen verschiedene Sinneseindrücke aufgenommen und miteinander kombiniert werden.

7. Joggen

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Joggen bringt dich nach vorn

Joggen ist in Deutschland Volkssport und fördert das Herz-Kreislauf-System. Durch Lauftraining werden wir nicht nur körperlich und mental stärker, auch unser Immunsystem wird gestärkt. Menschen, die regelmäßig laufen, haben im Allgemeinen eine höhere Lebenserwartung – und bleiben länger jung. Forschungen zeigen, dass bereits dreißig Minuten pro Woche ausreichen, um das biologische Alter um bis zu neun Jahre zu senken. Anfänger sollen lieber langsamer joggen und das Tempo ganz allmählich steigern.

Aufgepasst: Wenn du eine schwache Blase hast, wirken sich die Erschütterungen beim Joggen auf den Harndrang aus und lassen dich häufiger auf Toilette gehen. Walken ist hingegen sanfter.

 

8. Pilates

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Mach mit Pilates deinen Beckenboden stark

Pilates stärkt nicht nur unseren Körper, er wird dabei auch gleichzeitig gedehnt. Denn bei Pilates spannen wir unsere Körpermitte ständig an und dadurch entstehen schlanke und feste Muskeln. Zudem stärkt Pilates durch Wirbelsäulen-Übungen Rundrücken und Hohlkreuz. Zunächst wird die Muskulatur gelockert und anschließend gekräftigt. Das sorgt für eine Verbesserung der Körperhaltung.

Tipp: Der Beckenboden schützt unser Becken und die inneren Organe. Frauen haben häufig Probleme mit einem schwachen Beckenboden, beispielsweise in den Wechseljahren. Mit unserem YogaPilates wird in jeder Übung der Beckenboden gekräftigt und das dortige Muskelgewebe durchblutet. Gleich hier ausprobieren!

 

9. Wandern

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Wandern: Verbinde Sport und Natur

Wandern ist gut für Körper und Seele. Wandern ist sowohl ein Mittel zur Prävention als auch eine begleitende Therapie von Zivilisationskrankheiten. Ausdauerndes Gehen hat nämlich Einfluss auf den Fettstoffwechsel und das Immunsystem. Wenn zusätzlich einige pulsbeschleunigende Anstiege zu bewältigen sind, profitiert auch der Kreislauf davon. Insgesamt braucht es zwar etwas länger, sich auf diese Weise körperlich fit zu machen, aber der Effekt hält auch länger an. Nahezu nebenwirkungsfrei werden Herz, Kreislauf, Stoffwechsel und Atmung, Muskeln und Stützgerüst gestärkt.

10. Zirkeltraining

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Zirkeltraining gilt als eines der effektivsten Trainingsprogramme, da Kondition, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit geschult werden und zusätzlich der gesamte Körper trainiert wird. Je nachdem welche Übungen man einbaut, kann man Zirkeltraining als gutes Ganzkörpertraining einsetzen. Für ein Zirkeltraining lassen sich unendlich viele Übungen verwenden und kombinieren, je nachdem welchen Trainingsschwerpunkt man setzen will.

Wer nach längerer Pause wieder mit einer Sportart einsteigt, sollte sich zunächst von seinem Arzt durchchecken lassen. Bestehen keine generellen Einschränkungen, kommen grundsätzlich alle Sportarten in Frage. Wir sollten es nur deutlich langsamer und vorsichtiger angehen lassen, als noch in jüngeren Jahren.

Tipp für Sportmuffel: In einer Sportgruppe oder einem Verein findet man leicht Gleichgesinnte und kann sich gegenseitig anspornen. Dann fällt es auch leichter, den Sport fest in den Alltag zu integrieren. Auch an Volkshochschulen und Abendakademien gibt es tolle Fitness-, Bewegungs- und Tanzangebote.

Du möchtest über deine Sportergebnisse und –ziele immer informiert sein? Wie wäre es denn mit einem Fitnesstracker? In unserem Artikel Digitale Fitness – fit per App haben wir ein paar digitale Sport-Gadgets unter die Lupe genommen.