Fantastische Feste feiern - 9 Tipps

Keine Angst vor großen Feiern! Mit der richtigen Planung und ein paar helfenden Händen lassen sich runde Geburtstage, Konfirmationen und sogar Hochzeitsfeiern stressfrei organisieren. Mit unserer Checkliste und diesen 9 festlichen Tipps kann man als Gastgeber ganz locker bleiben und das Fest entspannt genießen.

Bei einem großen Fest möchte man sich natürlich von der besten Seite präsentieren. Alles soll perfekt organisiert sein und rund ablaufen. Das heißt: Auf die Planung, fertig, los. Am besten beginnt man damit spätestens einen Monat vorher die ersten Aufgaben zu erledigen. Bei Konfirmationen und Hochzeiten ist es sogar üblich, bereits sechs bis zwölf Monate vorher mit der Organisation anzufangen und die Gäste einzuladen. Grundsätzlich gilt: Es zahlt sich aus, rechtzeitig Freunde und Familienmitglieder anzusprechen, ob sie mithelfen können. Denn fleißige Hände kann man schließlich nie genug haben.

 

Das müssen wir 4 Wochen vorher erledigen

1. Ein Termin muss her!

Nichts ist ärgerlicher, als wenn man ein schönes Fest feiern möchte und viele Freunde und Verwandte aus Termingründen absagen. Daher einfach frühzeitig einen Termin festgelegt und spätestens vier Wochen vorher die Einladungen rausschicken, damit die Gäste sich den Termin freihalten können. Andere große Feste sowie Schulferien und Feiertage sollte man bei der Terminfindung umschiffen, denn an solchen Tagen sind viele Absagen vorprogrammiert.

2. Mit wem will ich eigentlich feiern – und mit wem nicht?

Sobald der Termin steht, sollte man sich Gedanken machen, wen man denn eigentlich alles dabeihaben möchte. Stress lässt sich vermeiden, wenn man sich dabei mit seinen Liebsten abstimmt. Wichtig für den Familienfrieden: Bei einer Konfirmation sollten selbstverständlich auch die Kinder ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Gäste haben – und bei einer Hochzeit versteht es sich von selbst, dass die Entscheidung mindestens zu zweit, wenn nicht sogar mit der gesamten Familie getroffen wird.

Die Größe der Feier orientiert sich am Anlass und natürlich an dem finanziellen Budget. Ein Geburtstag muss beispielsweise nicht immer mit viel Aufwand und in großer Runde gefeiert werden. Genauso schön kann es sein, einfach nur die besten Freundinnen zu einem Kaffeekränzchen einzuladen. Bei größeren Festen – wie runden Geburtstagen, Konfirmationen oder Hochzeiten – erwarten Freunde und Verwandte häufig, dass sie eingeladen werden. Ob man dann nur die engsten Verwandten einlädt oder dazu noch Freunde und entfernte Verwandte, hängt vor allem von der Innigkeit des Verhältnisses zu den jeweiligen Personen ab.

Tipp: Mit einer Gästeliste den Überblick behalten
Um den Überblick nicht zu verlieren, lohnt es sich gerade bei größeren Feiern, eine Gästeliste zu führen. Ansonsten passiert es allzu leicht, dass jemand aus dem Freundes- und Verwandtenkreis vergessen wird und anschließend womöglich eingeschnappt ist. Diese Liste kann man leicht selbst auf Papier führen oder sich auf dem PC eine Datei anlegen. So bleibt alles auch bei häufigen Änderungen und Ergänzungen übersichtlich.

3. Wie sag' ich's meinen Gästen?

Wie genau schließlich die Gäste eingeladen werden, bleibt der eigenen Kreativität überlassen. Bei großen Feierlichkeiten empfiehlt es sich, eine schriftliche Einladungskarte zu verschicken. Das ist verbindlicher, als wenn nur mündlich oder per WhatsApp eingeladen wird. Einladungskarten lassen sich mit etwas Mühe wunderbar selbst basteln – oder man passt eine der vielen Vorlagen im Internet an und bestellt sie ganz bequem mit wenigen Klicks nach Hause.

zzm_lady_out_feiern_einladung.jpg

Tipp: Einladungskarten selber basteln
 
Einladungskarten lassen sich ganz leicht selber basteln! Es werden lediglich einige Materialien benötigt, die man meist bereits zu Hause hat. Und falls nicht, lassen sie sich in jedem Bastelgeschäft kaufen. Das braucht man:
  • buntes Tonpapier
  • Stifte
  • Lineal
  • Schere
  • Klebestift
  • Verzierungsmaterialien, z. B. Sticker, Schablonen, Glitzer-Steine, Filz
Die Einladung sollte natürlich passend zum Anlass gestaltet werden. Am besten lassen wir unserer Kreativität dabei freien Lauf!

Und so geht’s:
 
  1. Auf Tonpapier einen beliebig großen Bereich mit Stift und Lineal markieren, z. B. ein Rechteck von rund 21 x 15 Zentimetern.
  2. Den Bereich entlang der Linie ausschneiden.
  3. Das Tonpapier einmal in der Mitte knicken, sodass eine Karte entsteht.
  4. Die Karte lässt sich mit verschiedenfarbigen Streifen oder anderen Mustern aus Tonpapier verzieren. Noch einfacher geht es mit Stickern.
  5. Aus Filz oder Moosgummi lassen sich schöne Objekte ausschneiden, z. B. ein Herz oder einen Stern. Glitzersteinchen oder Glitzerpulver rundet die Verzierung ab. Zum Befestigen am besten flüssigen Kleber nehmen.
  6. Zur Beschriftung der Karte eignen sich besonders Glitzerstifte oder bunte Farben. Der Text sieht dann nicht gewöhnlich aus.
  7. Natürlich lassen sich auch Fotos ausdrucken und auf die Karte kleben, z. B. vom Geburtstagskind oder dem Hochzeitspaar.
Die Objekte können auf der Einladungskarte in Ruhe hin und her geschoben werden, bevor man sie aufklebt. So lässt sich eine harmonische Zusammenstellung wählen.
Kreativ-Tipp: Wer besonders kreativ sein möchte, lässt die Einladungskarte wie ein Konzertticket, eine Fahrkarte, eine Zeitungsseite oder ein Werbeplakat aussehen. 

4. Motto-Partys mit garantiertem Spaßfaktor

Natürlich kann man auch einfach „nur“ feiern. Doch wie wäre es mit einem Motto, unter dem das gesamte Fest steht? Das macht einen riesigen Spaß – vor allem, wenn sich alle Gäste passend kleiden. Gerade bei ausgelassenen Partys bietet es sich an, ein Motto auszuwählen. Dann sollte man natürlich auf eine stimmige Dekoration achten. Auch die Musik und das Essen können auf das Motto abgestimmt sein und eine ganz besondere Atmosphäre schaffen.

Tipp: Kein zu außergewöhnliches Motto wählen

Wichtig ist, dass es nicht zu kompliziert wird. Die Gäste sollten eine realistische Chance haben, Kostüme umzusetzen, ohne sich dabei in Unkosten stürzen zu müssen. Zudem sollten möglichst alle Spaß am Motto haben und sich wohl fühlen. Mögliche Themen gibt es wie Sand am Meer. Besonders angesagt sind momentan „20er & 30er Jahre“, „Black & White“ und „Filmstars“. Ganz wichtig: Das Motto muss natürlich auf der Einladung vermerkt werden!

5. Mal so richtig abtanzen

Zu jeder Feier gehört die passende Musik! Mit der richtigen Mischung bringt man jeden Gast in Stimmung und vielleicht wird sogar die ein oder andere flotte Sohle aufs Parkett gelegt. Wie die Musik abgespielt wird, bleibt jedem selbst überlassen. Die einfachste Möglichkeit ist eine Playlist auf dem Computer anzulegen – z. B. über Spotify oder Amazon Music. Etwas individueller kann ein professioneller DJ oder einfach ein guter Bekannter auf die Stimmung der Festgesellschaft eingehen.

Tipp: Eine Band sorgt für Party-Stimmung

Vielleicht rechtfertigt der Anlass ja auch eine Live-Band? Da die wirklich guten Bands meist schon Monate im Voraus keine freien Termine mehr verfügbar haben, sollte die Entscheidung bereits kurz nach der Terminfindung getroffen werden. Wer eine Band bucht, kann sich fast sicher sein, dass die Tanzfläche im wahrsten Sinne des Wortes gestürmt wird. Im Internet gibt es jede Menge Webseiten, die Bands und Musiker vermitteln. Am besten mit etwas Ruhe einfach mal durchhören, ob etwas Passendes dabei ist.

Das müssen wir 2 bis 3 Wochen vorher erledigen
Nun geht es an die Detailplanung. Auch hier sollte man lieber rechtzeitig anfangen, als wenige Tage vorher in Hektik zu verfallen. Als Faustregel gilt: Zwei bis drei Wochen vor dem geplanten Termin ist eine gute Zeit, um sich für Getränke, Essen, Dekoration und den genauen Ablauf der Feier inklusive Programmpunkten zu entscheiden. 

6. Ein Schlückchen in Ehren

Jeder Wein ist anders und hat seinen eigenen Geschmack. Deshalb ist die Weinauswahl auch ein besonders schwieriges Thema. Am besten suchen wir die Weine passend zum Essen aus. Schwere Mahlzeiten und Soßen erfordern einen schwereren Wein, zu leichten Mahlzeiten und Soßen passt dagegen besser ein leichter und subtiler Wein. Zur Grundausstattung gehören darüber hinaus Sekt, Bier, Softdrinks und Wasser. Mit einer Auswahl dieser Getränke fährt man eigentlich immer gut. Zudem können die Gäste mit einem leckeren Aperitif begrüßt werden.

zzm_lady_out_feiern_prosecco.jpg
Himbeer-Wodka-Prosecco

Rezept für einen Himbeer-Wodka-Prosecco:
 
Zutaten für 4 Personen:
  • 250 g Himbeeren
  • 1–2 Zitronen
  • Zucker
  • grober schwarzer Pfeffer
  • 2 Thymian-Stiele
  • 8 EL weißer Rohrzuckersirup
  • 80 ml Wodka
  • 400 ml  Prosecco

Und so wird's gemacht:
Für den Rand Zitronen auspressen und Saft (bis auf 2 Esslöffel) in einen tiefen Teller gießen. 2 bis 3 Esslöffel Zucker und einen gehäuften Teelöffel Pfeffer auf einem weiteren Teller mischen. Vier Sektgläser nacheinander mit dem Rand erst in den Zitronensaft tauchen und dann in den Zucker-Pfeffer-Mix drücken. Trocknen lassen. Thymian waschen und trocken schütteln, die Blättchen abzupfen. Himbeeren waschen, pürieren und durch ein Sieb streichen. Mit Sirup, 2 Esslöffel Zitronensaft und Wodka verrühren. In die Gläser verteilen, mit Prosecco auffüllen und mit Thymian bestreuen.

Für alle, die häufig feiern, lohnt es sich, schlichte Wein-, Sekt- und Wassergläser in größeren Mengen zu kaufen. Übrigens: Schöner sieht es aus, wenn Mineralwasser in einem dekorativen Gefäß auf den Tisch kommt.

Wer seiner Blase und Gästen, die keinen Alkohol trinken etwas Gutes tun möchte kann auch Getränke anbieten, die die Blase nicht reizen. In unserem Artikel

'Wasserfrust oder Wasserdurst'? Finden sich viel wissenswertes über blasenschonende Lebensmittel. Rezepte zu antialkoholische Smoothies und Säften finden sich hier im Artikel 'Detox - Die sanfte Art zu fasten'.

 

7. Kochen oder kochen lassen?

Wenn man mit sehr vielen Gästen feiert, sollten sich Hobbyköche nicht überfordern! Schließlich wollen wir die Feier genießen und nicht die ganze Zeit in der Küche stehen. Es eignen sich daher besonders Speisen, die sich einfach vorbereiten lassen, wie z.B. Salate, Chile con Carne, Pasta mit verschiedenen Saucen, Tapas und Flammkuchen. Mit etwas Räucherfisch, Aufschnitt, Baguette, einer bunten Käseauswahl und einem leckeren Dessert im Glas ist das Büffet schon fast perfekt. Wer es sich leichter machen möchte, kann sich das Essen natürlich auch von einem Partyservice liefern lassen.
 
Tipp: Im Restaurant feiern
 
Gerade bei großen Hochzeitsfeiern kann es sich anbieten, das Fest auch komplett in ein Restaurant zu verlegen. Im Vergleich zu einer Hochzeit zu Hause ist die Organisation der Hochzeitsfeier im Restaurant deutlich einfacher und wird von erfahrenen Leuten unterstützt. Mit der Suche nach einer passenden Location sollte man bereits möglichst früh beginnen. Die schönsten Restaurants sind nicht selten auf Monate im Voraus ausgebucht. Die folgenden Fragen helfen bei der Auswahl des passenden Restaurants:
  • Passt die Location zu den eigenen Vorstellungen?
  • Wie gut ist die Verkehrsanbindung?
  • Gibt es Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe?
  • Wie sieht es mit Übernachtungsmöglichkeiten aus?
  • Stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis?
  • Verlangt das Restaurant eine Raummiete oder Mindestumsätze?
  • Wie ist es um die Erfahrung des Restaurants bestellt?
  • Wie ist die Lebensmittelqualität und die Küche? Tipp: Unbedingt ein Probeessen vereinbaren!
  • Ist ausreichend Servicepersonal vorhanden?
  • Ist genug Platz für einen DJ, eine Band und eine Tanzfläche vorhanden?
  • Gibt es eine Sperrstunde?

8. Keine Feier ohne die passende Deko

Dekorieren macht am meisten Spaß. Besonders edel wirkt es, wenn Einladungskarten, Umschläge, Tischkarten, Bestecktaschen und Serviettenringe aus einem Guss sind und speziell auf den Anlass abgestimmt wurden.

Shopping-Tipp: Gerade in 1-Euro-Shops und bei Restposten-Händlern wird man oft fündig. Wenn damit zu rechnen ist, dass die Gäste Blumen mitbringen, sollten genügend Vasen bereitgestellt werden. So können die Gäste in Ruhe begrüßt werden und wir müssen nicht mit Sträußen hantieren.

 

 

9. Gut vorbereitete Spontanität

Eine Feier muss nicht immer bis ins kleinste Detail geplant sein. Manchmal ist es besser, etwas Spontanität zuzulassen und den Gästen ein bisschen Freiraum zum Feiern zu geben. Gute Partys entwickeln sich auch von alleine. Es ist jedoch nie verkehrt, zumindest einen groben Ablaufplan im Hinterkopf zu haben. Wann beginnt der Sektempfang? Wann wird das Buffet eröffnet? Wann sollen Partyspiele beginnen?

Orga-Tipp: Unbedingt darauf achten, dass nicht zu viele Beiträge wie Reden, Präsentationen oder musikalische oder gar alberne Darbietungen geplant sind. Das wird auf Dauer einfach nur ermüdend und anstrengend und die Gäste langweilen sich.

Auch ein Grillfest im Freien ist ein toller kulinarischer Party-Anlass.

 

Damit man lukullisch gewappnet ist haben wir in unserem Artikel 'Rezepte für Grillmeisterinnen' viele appetitliche Ideen zusammengestellt: