Top 10: Die schönsten Städtetrips in Europa

Du denkst, Paris, London oder Rom sind die Top-Adressen für Städtetrips in Europa? Da liegst du falsch! Wir zeigen dir, welche Städte in diesem Jahr angesagt sind und geben dir den einen oder anderen Geheimtipp.

Es muss nicht immer eine Fernreise sein, um die schönsten Orte der Welt zu entdecken. Europas Städte bestechen durch wunderschöne Architektur, unvergleichliche Geschichte, erstaunliche Kultur und nicht zuletzt mit leckerem Essen. Hier findet man Vielfalt und Abwechslung wie sonst nirgendwo anders. Lust auf einen kleinen Städtetrip? Dann ab ins Auto oder in den Flieger – und die Entdeckungsreise kann beginnen.

Tauche ein in den Großstadtdschungel oder entdecke kleine gemütliche Städtchen, von denen du vorher noch nie gehört hast. Wenn dich die Geräusche, Gerüche und Sehenswürdigkeiten in Städten inspirieren und das pulsierende Stadtleben genau nach deinem Geschmack ist, bist du hier genau richtig. Wir zeigen dir die faszinierendsten Städte Europas.

1. Venedig – die Stadt auf dem Wasser

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Canale Grande

Für viele ist Venedig die schönste Stadt der Welt. Die Lagunenstadt im Norden Italiens erinnert mehr an eine Filmkulisse als an eine Stadt. Die unzähligen Kanäle und Brücken machen Venedig einzigartig und faszinierend zugleich. Es gibt kaum etwas schöneres, als entspannt durch die engen Gassen zu bummeln, mit dem Wasserbus den Canal Grande entlang zu schippern oder eine leckere Pizza in einem der unzähligen Restaurants zu essen. Venedig ist immer eine Reise wert und viele, die einmal die Lagunenstadt besucht haben, kommen immer wieder gern zurück.

Man sollte jedoch ein paar einfache Regeln beachten. So sind Übernachtungen in Venedig selbst oft teuer und die Hotels haben einen eher antiken Charme. Deutlich günstiger schläft es sich auf dem Festland, von wo aus man einfach mit dem Zug bis zum Bahnhof der Lagunenstadt fahren kann. Auch sollte man in Venedig selbst die Hotspots für die meisten Touristen wie den Marcusplatz oder die Rialtobrücke meiden. Hier zeigen sich die unschönen Ausmaße des Massentourismus und für einen Espresso zahlt man schon einmal 6 Euro oder mehr. Lieber etwas abseits der Touristenpfade die Stadt auf eigene Faust erkunden, so entdeckt man noch das ursprüngliche und echte Venedig und spart dabei noch bares Geld.

2. Leeds – die Alternative zu London

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County Arcade, Leeds

Leeds haben wohl die wenigsten auf dem Schirm, wenn sie sich Gedanken über einen Wochenendtrip machen. Die Studentenstadt im Norden Englands stand lange Zeit im Schatten der beiden größeren Nachbarn Liverpool und Manchester. Doch Leeds ist mittlerweile mehr als ein Geheimtipp und definitiv Wert, ein Wochenende dort zu verbringen. Die Stadt mit ihren fast 500.000 Einwohnern ist geprägt von den großen Unis. Ganze Stadtteile sind fast ausschließlich von Studenten bewohnt und das junge Publikum prägt auch das Gesamtbild der Stadt.

Die Innenstadt mit ihrer großzügigen Fußgängerzone ist perfekt für einen Shoppingnachmittag, die überdachte Einkaufspassage Victoria Quarter erinnert ein wenig an Mailand und rund um den alten Hafen haben sich längst stylische Restaurants und Bars breit gemacht. Gerade am Abend erwacht die Gegend rund um die Unis im Norden der Stadt zum Leben und an jedem Wochenende findet der Otley Run statt, eine Kneipentour, bei der Studenten teilweise mit skurrilen Verkleidungen sich vom Univiertel bis in die Innenstadt vorarbeiten und hierbei keine Kneipe auslassen. Leeds ist einfach authentisch, nicht von Touristen überlaufen und definitiv einen Besuch wert.

3. Prag – die Stadt der hundert Türme

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Old Town

Prag ist die wohl faszinierendste Stadt Osteuropas. Tschechiens Hauptstadt sprüht nur so vor Geschichte und Tradition und ist mittlerweile auch bei Reisenden aus den USA und Kanada ein beliebtes Ziel. Dennoch gibt es in der Stadt an der Moldau immer noch Neues zu entdecken und auch wenn man schon das ein oder andere Mal in Prag war, ein Ausflug lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Während im Winter der Weihnachtsmarkt die Besucher in seinen Bann zieht, ist es im Sommer die Moldau, die zusammen mit der weltberühmten Karlsbrücke das Zentrum der Stadt bildet. Egal, wo man sich befindet, überall recken und strecken sich vor einem Türme und Türmchen in unterschiedlichsten Größen, Formen, Farben und Stilen empor.

Was gibt es schöneres, als bei einem kalten tschechischen Bier den Blick über den Fluss hinauf zum Hradschin, der Burganlage hoch über der Stadt, schweifen zu lassen oder mit dem Tretboot entspannt auf der Moldau umherzufahren. Am Abend lädt die historische Altstadt zu einem leckeren Abendessen oder einer Tour durch die Kneipen der Stadt ein. Zwar haben auch hier die Preise in den letzten Jahren angezogen, dennoch kann man immer noch relativ günstig übernachten, essen und trinken.

4. Bologna – die Stadt der Feinschmecker

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Via Pescherie Vecchie

Bologna ist nicht nur Heimat der berühmten Pastasauce, sondern auch eines der kulinarischen Zentren Italiens. Parma, die Stadt des weltbekannten Schinkens und des Parmigianas, ist nur ein paar Kilometer entfernt. So kommt in Bologna alles zusammen, was das Herz von Freunden des italienischen Essen höher schlagen lässt. Paart man diese Leckereien mit dem historischen Zentrum und der Altstadt Bolognas, so bekommt man den Prototyp einer Stadt, in der man gut und gern ein Wochenende verbringen kann.

Das Zentrum Bolognas bildet die Piazza Maggiore mit der Basilica di San Petronio. Straßencafés, Restaurants und kleine Trattorias laden hier zum Entspannen und Schlemmen ein. Bei einem Stadtbummel durch Bologna darf jedoch auch ein Besuch der Einkaufsstraße, der Via dell'Indipendenza, nicht fehlen. Die von Arkaden überdachte Einkaufsstraße bietet an feuchten Tagen Schutz vor dem Regen und im Sommer Schutz vor der stechenden Sonne. Ein weiterer Vorteil Bolognas ist, dass die Stadt noch immer im Schatten von Florenz steht, sodass man hier noch relativ ruhig die Stadt erkunden kann, ohne sich seinen Weg durch dutzende Tourigruppen bahnen zu müssen.

5. Valencia – die Stadt der Künste

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Ciutat de les Arts i les Ciències, Valencia

Wer Barcelona bereits in- und auswendig kennt, der ist in Valencia genau richtig. Die Metropole an der spanischen Mittelmeerküste ist die optimale Kombination aus Städtetrip und Strandurlaub. Am Vormittag kann man auf eigene Faust die historische Altstadt erkunden. Ein Besuch im Mercat Central, der Markthalle im Herzen Valencias, ist hierbei natürlich Pflicht. Wie ein grünes Band schlängelt sich eine parkähnliche Anlage durch die komplette Stadt. In diesem ehemaligen Flussbett des Turia, das heute eine ruhige Oase inmitten der teilweise hektischen Großstadt bildet, liegt auch die Ciutat de les Arts i les Ciències. Die Stadt der Künste und der Wissenschaft sticht mit ihrer futuristischen Bauweise deutlich hervor und ist Heimat von Museen, eines riesigen Aquariums und eines 3D-Kinos.

Der Hafen von Valencia, einst Heimat des America's Cup, bildet heute das südliche Ende des Stadtstrands von Valencia, Der breite Sandstrand ist gerade in den heißen Sommermonaten Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen. Neben dem kühlen Nass gibt es hier zahlreiche Restaurants, Bars und Discos, in denen man in einer warmen Sommernacht das Wochenende bestmöglich einläuten kann.

6. Bilbao – die Stadt des Guggenheim Museums

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Mercado de la Ribera

Bilbao ist eine der am meisten unterschätzen Städte in Spanien. Im hohen Norden der iberischen Halbinsel gelegen steht Bilbao oft im Schatten von Barcelona, Madrid oder San Sebastian. Dabei muss Bilbao sich in keinster Weise verstecken. Vor allem die Altstadt mit seinen engen Gassen ist, gerade im Sommer, ein absolutes Highlight. An einem warmen Sommerabend sitzen Einheimische und die wenigen Besucher an kleinen Tischen inmitten der Gassen und genießen iberischen Schinken, kühles Bier oder leckeren Wein. Und das Beste, in der Markthalle Bilbaos kann man die kompletten Leckereien auch für zu Hause kaufen.

Doch nicht nur kulinarisch sondern auch kulturell ist Bilbao mittlerweile eine Vorzeigestadt Spaniens. Das Guggenheim Museum, welches 1997 von König Juan Carlos eingeweiht wurde, ist nicht nur architektonisch das Highlight der Stadt. Auch Fußballfans kommen in Bilbao auf ihre Kosten. In kaum einer anderen Stadt Europas prägt der lokale Fußballverein das Straßenbild so nachhaltig wie in Bilbao. Kaum ein Haus, aus dem keine Fahne von Athletic Bilbao hängt, kaum ein Kind, das nicht das rot-weiße Trikot des Traditionsvereins trägt und kaum ein Auto ohne Aufkleber. Athletic ist mehr als ein Fußballverein und das Stadion San Mamés mitten in der Innenstadt ist für die Einwohner längst der Anziehungspunkt Nummer eins. Die perfekte Stadt, um vielleicht mit deinem fußballbegeisterten Partner zusammen zu reisen.

7. Porto – die heimliche Hauptstadt

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Douro, Porto

Lange stand Porto im Schatten von Lissabon. Doch die Stadt am Douro hat sich längst gemausert und steht der schönen Schwester im Süden Portugals in nichts mehr nach. Porto strahlt einen morbiden Charme aus, die Häuser sind Wind und Wetter ausgesetzt und der Verfall ist ein ständiger Begleiter im Stadtbild Portos. Doch genau dieser Zahn der Zeit, der in Porto allgegenwärtig ist, macht die Stadt so faszinierend und schön zugleich. Porto ist zugleich auch das Zentrum des Portweins und am Südufer des Douro tummelt sich eine Portwein-Kellerei neben der anderen. Hier lohnt es sich, eine Führung mit anschließender Verkostung zu unternehmen und die Spezialität Portos zu probieren.

Auf keinen Fall sollte man sich auch eine Fado-Darbietung entgehen lassen. Der melanchonisch, traurige Gesang, meist nur von einem Klavier begleitet, steht wie kein anderer für die Mentalität der Portugiesen. Auch wenn man den Text nicht versteht, so ist man dennoch ergriffen und kann die Schwere des Augenblicks mitfühlen. Auch ein Muss ist eine Bootsfahrt auf dem Douro, bei der man die berühmte Brücke Ponte Dom Luís I aus allen Blickwinkeln betrachten kann.

8. Edinburgh – die mystische Stadt

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Edinburgh Castle

Edinburgh ist nicht nur die Hauptstadt Schottlands sondern auch die mystischste Stadt der britischen Insel. Hier fühlt man sich an jeder Ecke in eine längst vergangene Zeit zurück versetzt. Das historische Stadtbild und die Lage an der Nordsee machen Edinburgh zur perfekten Kulisse eines Wochenendtrips. Hoch oben über der Stadt thront das Edinburgh Castle, eine markante Festung aus dem 7. Jahrhundert, die heute für Besucher geöffnet ist. Die Royal Mile, die das Edinburgh Castle mit dem Palace of Holyrood House verbindet, ist die Prachtstraße Edinburghs und auch heute noch die zentrale Anlaufstelle für Einheimische und Besucher.

Doch Edinburgh hat mehr zu bieten als nur historische Schlösser und Gebäude. Der Arthur's Seat beispielsweise ist der Hausberg der Stadt. Von hier aus hat man eine hervorragende Aussicht über die komplette Stadt bis zur Küste der Nordsee. Auch das Hafenviertel Leith hat seinen ganz eigenen Charme. Gerade am Abend erwachen die vielen Pubs und Bars Edinburghs zum Leben. Nach einem leckeren Abendessen in einem der zahlreichen Restaurants kann man den Abend nirgends besser ausklingen lassen als in einem Pub bei entspannter Livemusik und einem Glas schottischen Whisky.

9. Straßburg – die Stadt mit internationalem Flair

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Petite France, Strasbourg

Straßburg ist neben Brüssel nicht nur die Hauptstadt Europas sondern auch eine der schönsten Städte Frankreichs. Da die Stadt Sitz des Europäischen Parlaments ist und ohnehin an der Grenze zu Deutschland liegt, hat Straßburg einen ganz eigenen, internationalen Flair. Einfach mit dem Auto zu erreichen bietet Straßburg die perfekte Kulisse für einen Kurzurlaub im Elsaß. Das Europäische Parlament lädt alle Besucher ein, man kann spannende Einblicke in die Geschichte der Europäischen Union zu bekommen und mit etwas Glück noch eine Debatte im Plenarsaal live mit zu verfolgen.

In der Altstadt von Straßburg, die von dem Flüsschen Ill komplett umschlossen wird, trifft man an jeder Ecke auf das Nationalgericht der Elsäßer, den Flammkuchen. Den hauchdünnen Teig, der traditionell mit Créme Fraiche, Zwiebeln und Speck belegt wird, bekommt man mittlerweile in allen Variationen und ist ein absolutes Muss eines jeden Straßburg-Besuchs. Doch auch Abseits von Europaparlament und Flammkuchen gibt es in Straßburgs Altstadt rund um die Kathedrale einiges zu sehen. Die engen Gassen der Altstadt mit ihren kleinen Läden und Boutiquen laden zum Bummeln und Shoppen ein.

10. Gibraltar – die britische Stadt in Spanien

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Rock of Gibraltar

Sonne pur, heiße Temperaturen, blauer Himmel und tiefblaues Meer. Das kann unmöglich in Großbritannien sein, möchte man meinen. Doch Gibraltar, die kleine Landzunge mit dem markanten Felsen ganz im Süden Spaniens gehört tatsächlich seit 1704 zum Vereinigten Königreich. Schon der Weg nach Gibraltar, das sich übrigens nur auf einer Fläche von 6,5 Quadratkilometern erstreckt, ist abenteuerlich. Die einzige Zufahrtsstraße kreuzt nämlich die Landebahn des Flughafens. Startet oder landet eine Maschine, so wird die Straße kurzerhand gesperrt, bis das Flugzeug die Straße wieder freigibt.

Typisch englische Telefonzellen, rustikale Pubs und Englisch als Amtssprache wirken unter der schillernden Sonne Andalusiens genauso skurril wie die freilebenden Affen auf dem Felsen, den man mit der Seilbahn ohne Probleme befahren kann. Auf einem uralten Friedhof wird den Gefallenen der Schlacht von Trafalgar gedacht und man meint tatsächlich, auf der Britischen Insel zu sein, wäre da nicht der Sonnenschein und die hohen Temperaturen.

Du bist deinem nächsten Reiseziel ein Stück näher gekommen, aber du weißt noch nicht genau, was du einpacken sollst – vor allem bei Tröpfchenverlust? Wir lassen dich nicht mit leeren Koffern stehen, sondern geben dir praktische Tipps für eine entspannte Reise trotz Blasenschwäche.