Das perfekte Weihnachtsdinner

Alle Jahre wieder legt sich die besondere Stimmung von Weihnachten über die Dächer und lässt alle noch näher zusammenrücken. Hier findest du tolle Rezepte, mit denen du ein super-leichtes aber besonderes und leckeres Menü zaubern kannst. Verwöhne dich, Familie und Freunde und Groß und Klein mit diesen kulinarischen Schmankerln – ganz ohne Kochchaos!

1. Vorbereiten!

Wenn man zum Dinner einlädt, auch wenn es nur die Familie ist, möchte man es allen recht machen und tischt manchmal viel zu viel auf. Wichtig ist, sich vorher Gedanken darüber zu machen, welches Menü am besten zu deiner Familie passen könnte. Nicht vergessen: passende Getränke!

Wähle Rezepte, die du dir zutraust, bei denen du nicht tagelang in der Küche stehen musst und die du gut vorbereiten kannst – so kannst du den Weihnachtstag über viel Zeit mit deiner Familie verbringen. Kochen sollte Spaß machen. Setze dich daher nicht unnötig unter Druck – die Weihnachtsfeiertage sind zum Genießen da! Plane auch schon vorher wann du deinen Einkauf tätigen möchtest, damit du nicht in langen Schlangen an der Kasse warten musst, aber trotzdem alles frisch parat hast.

Planungs-Tipp: Als Gastgeberin hast du die Bedürfnisse deiner Gäste im Blick. Klär aber lieber vorher noch einmal ab, ob einer deiner Gäste Unverträglichkeiten oder Ernährungsweisen hat (Gluten, Laktose, Vegetarier, etc.), oder ob man für die Kleinsten am Tisch ein Alternatives Gericht anbieten soll.

2. Dekorieren!

Je mehr du im Vorhinein erledigen kannst, desto besser und das Dinner wird auch für dich ein entspanntes Highlight! Die richtige Deko unterstreicht ebenfalls weihnachtliche Stimmung und lässt das Auge genießen. Anstatt etwas Neues zu kaufen, kombiniere Kugeln, Lichterketten und andere weihnachtliche Accessoires, die noch in deiner Weihnachtskiste schlummern. Grün, rot, Gold und Silbers kommen dafür nie aus der Mode! Du möchtest etwas Nachhaltiges ausprobieren? Seit ein paar Jahren geht der Trend wieder weg von buntem Plastik – dafür aber hin zu natürlichen Dekoelementen, die du wahrscheinlich alle bereits vorhanden hast. Als Basis wirken dafür Naturmaterialien gepaart mit glänzenden Accessoires besonders toll. Beachte, egal wie du dekorierst, dass die Tischdeko nicht zu überladen sein sollte, damit das Essen noch Platz hat.

Deko-Tipp: Für Nachhaltige: Weihnachtlicher Duft verbreitet sich ganz leicht durch frische Tannenzweige und -zapfen. Kleine Baumscheiben aus Birkenholz kannst du als Glasuntersetzer umfunktionieren. Gewürze wie Zimtstangen, Nelken, Anissterne und Vanilleschoten sehen toll in Einmachgläsern aus. Drapiere vorsichtig eine Stumpenkerze in die Mitte, et voilà: Schon hast du Duft, Deko und gedimmtes Licht in einem! Und die nächsten Jahre bist du damit immer noch „en vouge“.

3. Appetit machen!

Wer kennt es nicht: Schon von den kleinen Knabbereien und Vorspeisen wie Brot, Häppchen und deftige Suppen ist man schnell gesättigt und hat kaum mehr Platz für den Hauptgang.

Snack Tipp: Stelle als kleine Aufmerksamkeit leichte Snacks in überschaubarer Menge zu dem Willkommensdrink parat. Um durch den Abend zu führen, kannst du eine kleine Menükarte zusammenstellen und mit geheimnisvollen Namen für deine Gerichte durch den Abend leiten. So kann man sich ein wenig auf die Menge der Speisen einstellen. Vielleicht haben deine Kinder oder Enkel Spaß dran, dir in der Vorweihnachtszeit beim Gestalten zu helfen. In den Rezepten findest du unsere kleine Namens-Geschichte als Beispiel.

Jetzt aber Butter bei die Fische – dieses perfekte Weihnachtsmenü is(s)t lecker! Die Mengenangaben sind für 4 Personen ausreichend.

Vorweg

Forellen-Tatar mit Apfel und Schwarzbrot-Crumble

Oder: Forelle auf Hänsel und Gretels Spuren

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Zutaten
• 250 g geräuchertes Forellenfilet (Fischalternativen: Lachs, Matjes oder Zander)
• 50 g Möhre
• 50 g Knollensellerie
• 30 g Lauch
• 80 g Apfel, säuerlich
• 2–3 EL Weißweinessig
• Salz und Pfeffer
• 3 Scheiben Schwarzbrot
• etwas Petersilie
• Olivenöl

Zubereitung
Tatar: Möhre, Sellerie und Lauch schälen und in kleine Stücke hacken. Den Apfel mit Schale fein raspeln. Den Fisch in kleine Würfel schneiden – vorher Gräten entfernen. Fisch und Gemüse vorsichtig vermischen. Den Apfel unterheben, Essig hinzufügen und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Crumble: In der Zwischenzeit das Schwarzbrot auf hoher Stufe toasten. Danach abkühlen lassen und zerkrümeln. Die Petersilie mit dem Öl pürieren. Das Tatar auf den Teller geben (mithilfe eines Rings, einer kleinen Form oder zwei Löffeln). Das Schwarzbrot darüberstreuen und mit Öl beträufeln.

Tipp: Zaubere aus den einzelnen Portionen einfach mehre kleine Canapés: Steche dafür kleine runde Schwarzbrotscheiben aus, drapiere das Tartar auf die Scheibe und garniere das Ganze mit kleingewürfelten Apfelstückchen.

Hauptgang

Wildschweinkeule mit Backobst

Oder: Wenn Obelix am Obstbaum schüttelt

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Bereite den Braten am besten schon einen Tag vor dem Festschmaus vor. Am nächsten Tag schmeckt er fast noch besser!

Zutaten
• 500 g Zwiebeln
• 150 g durchwachsener Speck
• 2 kg Frischlingskeule (küchenfertig, ohne Knochen)
• Salz und Pfeffer
• 3 EL Öl
• 1 EL Tomatenmark
• 1 Zweig Rosmarin
• 2 Lorbeerblätter
• 1 TL edelsüßes Paprikapulver
• 1 TL Paprikapulver (rosenscharf)
• 1 TL Kümmelsaat
• 300 ml Rotwein
• 800 ml Wildfond
• 150 g getrocknete Birnen
• 25 g getrocknete Sauerkirschen
• 100 g getrocknete Feigen
• 10 g Butter
• 10 g Mehl

Zubereitung
Fleisch: Zwiebeln in dünne Spalten, Speck in 1 cm breite Streifen schneiden. Die Fettschicht der Keule mit einem scharfen Messer einritzen, das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen. Öl in einem Bräter erhitzen, Fleisch rundum darin anbraten. Herausnehmen, Speck und Zwiebeln im Bratfett kräftig anbraten. Tomatenmark, Rosmarin, Lorbeer, beide Paprikapulver und Kümmel dazugeben, verrühren und kurz mit anrösten.
Mit Wein ablöschen, mit Fond auffüllen. Fleisch zurück in den Bräter geben und zugedeckt im vorgeheizten Ofen auf der 2. Schiene von unten bei 180 Grad 90 Minuten garen (Gas 2–3, Umluft nicht empfehlenswert). Dabei das Fleisch gelegentlich wenden. Weitere 50 - 60 Minuten offen garen.

Soße und Beilagen: Getrocknete Birnen, Sauerkirschen und Feigen 30 Minuten vor Ende der Garzeit dazugeben. Butter und Mehl mit einer Gabel zu Mehlbutter verkneten und kalt stellen.
Fleisch aus dem Bräter nehmen und im ausgeschalteten Ofen warm halten. Schmorflüssigkeit durch ein Sieb in einen Topf gießen, dabei die Siebeinlagen aufheben. Eventuell entfetten, kurz aufkochen lassen und mit der Mehlbutter binden, 4 - 5 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen. Einlagen zur Sauce geben, nochmals kurz aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Braten in fingerdicke Scheiben schneiden und mit der Sauce anrichten. Dazu Kartoffelklöße reichen.

Tipp: Falls Wildschwein nicht den Geschmack deiner Gäste treffen sollte, kannst du auch auf andere Fleischsorten zum Schmoren zurückgreifen. Lass dich hier von deinem Metzger des Vertrauens beraten.

Süßer Abschluss

Bratapfel-Zimt-Creme

Oder: Schneewittchens Schönheitsgeheimnis

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Zutaten
• 2 Äpfel
• 50 g Zucker
• Mark einer Vanilleschote
• Saft einer halben Zitrone
• 50 ml Apfelsaft
• 250 g Quark
• 50 g Naturjoghurt
• 2 TL Zimt
• 2 TL Ahornsirup

Zubereitung

Basis: Die Äpfel waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Jede Apfelspalte in 4 kleinere Spalten schneiden und in einer Form gut verteilen. Das Mark einer Vanilleschote, den Zucker, Zitronen- und Apfelsaft nacheinander über die Apfelspalten geben und einmal durchmischen.
Im Backofen bei 200 Grad (Umluft) für etwa 20 Minuten garen und anschließend abkühlen lassen. In kleine Gläser verteilen.

Creme: In einer Schüssel Quark, Naturjoghurt, Zimt und Ahornsirup vermischen. Auf die Apfelspalten in die kleinen Gläser geben.
Darauf kannst du Weihnachtsplätzchen jeder Art im Ganzen legen oder zerkrümelt als Crumble darüber streuen.

Aha: Dieser Nachtisch ist locker und leicht und trotzdem weihnachtlich. Durch die Plätzchen-Toppings ist er auch für Kinder wie gemacht, bevor die Bescherung beginnt.

Das Wichtigste an den Feiertagen ist, dass man die freie Zeit genießt und mit Menschen verbringt, die einem wichtig sind. Du möchtest noch entspannter in die Weihnachtszeit starten. In unserem Artikel „Weihnachten ohne Stress: Tipps gegen Feiertags-Frust“ lassen wir dich tief durchatmen.