TENA im Kampf gegen Scheidenfisteln in Afrika

Herzenssache:
TENA im Kampf gegen Scheidenfisteln in Afrika

Durch fehlende Geburtshilfe oder Vergewaltigung werden jedes Jahr Tausende Frauen in Afrika inkontinent. Sie leiden an einer Scheidenfistel. An Bord des Hospitalschiffs „Africa Mercy“ erhalten betroffene Frauen eine unentgeltliche medizinische Versorgung. TENA unterstützt die Arbeit der Hilfsorganisation „Mercy Ships“ erneut mit einer großzügigen Spende dringend benötigter Blasenschwäche-Produkte.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass weltweit mehr als zwei Millionen Frauen mit einer Scheidenfistel leben, ein großer Teil davon in Afrika. Jedes Jahr leiden schätzungsweise zwischen 50.000 und 100.000 Frauen nach einer Geburt oder Vergewaltigung an dieser folgenschweren Verletzung.*

Unkontrollierbarer Urinverlust

Eine Scheidenfistel ist eine abnormale Verbindung zwischen der Harnblase und der Vagina. Sie ist oft das Ergebnis eines verzögerten Geburtsvorganges, der bis zu fünf Tage dauern kann und meist mit dem Tod des Kindes endet. In vielen ländlichen Regionen Afrikas gibt es keine geburtshilflichen Einrichtungen, geschweige denn ausgebildetes medizinisches Personal, das einen Kaiserschnitt durchführen könnte. Neben Fisteln nach der Geburt, gibt es auch solche, die durch Verletzungen bei einer Vergewaltigung entstehen.

Weil die betroffenen Frauen den Urinfluss nicht mehr kontrollieren können, ist ihre Kleidung ständig mit Urin getränkt und verströmt einen unerträglichen Geruch. In ihrer Verzweiflung versuchen sich die Frauen oftmals zu behelfen, indem sie mehrere Hosen übereinander anziehen und Stoffstreifen oder Plastiktüten hineinlegen.

Die betroffenen Frauen gehen nur noch selten vor die Tür. Die anderen im Dorf machen einen Bogen um sie. Häufig werden sie von ihren Männern verlassen und aus ihren Familien und Dörfern verbannt. Dadurch verlieren die Frauen ihre wirtschaftliche Grundlage. Verarmt, stigmatisiert, ihrer Würde beraubt wählen manche Frauen auch den Tod.

Eine Operation kann helfen

An Bord des Hospitalschiffs „Africa Mercy“ führt die Hilfsorganisation Mercy Ships unentgeltlich Scheidenfistel-Operationen für betroffene Frauen durch. Die geheilten Patientinnen bekommen danach ein neues Kleid und Kopfschmuck geschenkt, als Symbol dafür, dass sie ihr Leben zurück erhalten haben. Bis zu 95 Prozent aller Geburtsfisteln sind heilbar. Die Erfolgsquote bei Vergewaltigungsfisteln ist wegen der oft noch schwerwiegenderen Verletzungen geringer.

Durch Schulungen und Kontakt mit lokalem und internationalem Gesundheitspersonal, wie Chirurgen, Krankenschwestern und traditionellen Geburtshelfern, hilft Mercy Ships dabei mit, die Kapazitäten des Gesundheitswesens in Entwicklungsländern auszubauen und somit das Problem Scheidenfistel anzugehen.

TENA spendet Blasenschwäche-Produkte

Mit einer großzügigen Sachspende unterstützt TENA nun erneut die Arbeit der weltweit tätigen Hilfsorganisation. Für das Programm zur Behandlung von Scheidenfisteln spendeten wir TENA Pants im Wert von 5.650 Euro. „Damit leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der betroffenen Frauen“, sagt Heide Kölpin von TENA. Die Blasenschwäche-Produkte helfen von Scheidenfisteln betroffenen Frauen aus Isolation, Leid und Trauer in ein neues Glück. Die Einweghöschen bieten im Alltag einen besonders sicheren Schutz. So können die Frauen mit neuem Selbstbewusstsein in ihre Familien und Dörfer zurückkehren.

„Unsere Spende ist bei Mercy Ships gut aufgehoben, denn wir wissen, dass unsere Paletten TENA Pants bei den betroffenen Frauen auch wirklich ankommen“, sagt Heide Kölpin. Die Blasenschwäche-Produkte sollen einen kleinen Beitrag dazu leisten, erkrankten Frauen ein höheres Maß an persönlicher Hygiene zu ermöglichen. „Wir sollen den Frauen Mut machen, neue Hoffnung geben und das Leben wieder lebenswerter machen“, so Heide Kölpin.

Hilfe für die Ärmsten der Armen

Seit 1978 bringt Mercy Ships dringend benötigte medizinische Hilfe und langfristige Entwicklungszusammenarbeit in Entwicklungsländer. Dafür wurden im Laufe der Jahre verschiedene Hospitalschiffe eingesetzt. Mit der „Africa Mercy“ verfügt Mercy Ships über das weltweit größte private Hospitalschiff, mit einer Besatzung von über 400 ehrenamtlichen Mitarbeitern aus nahezu 40 Nationen während der Einsätze.

In den vergangenen 40 Jahren wurden mehr als 92.296 Operationen auf den Schiffen durchgeführt und 653.648 Patienten in umliegenden Dörfern sowohl medizinisch wie zahnmedizinisch behandelt. Mehr als 1.100 Entwicklungsprojekte mit dem Ziel zur Selbsthilfe konnten abgeschlossen werden, mehr als 6.251 Fachkräfte im medizinischen Bereich sind weitergebildet worden. Insgesamt wurden 56 Entwicklungsländer besucht.

Weihnachten ist dazu da, in sich zu kehren, bei seiner Familie zu sein aber auch an andere zu Denken und Geschenke zu machen – auch wenn es ein Lächeln oder, wie bei den Frauen in Afrika, eine TENA Pants ist. Wir haben 24 weitere gute Taten unter dem Motto „Gutes tun zum Fest der Liebe“ zusammengetragen, mit denen man durch kleinen Gesten Großes bewirken kann.

*Quelle: www.who.int/en